Voraussetzungen prüfen
Für die Einbürgerung sind unter anderem Aufenthaltsdauer und -status, geklärte Identität, Sprachkenntnisse, Lebensunterhalt, staatsbürgerliche Kenntnisse sowie mögliche Straftaten zu prüfen. Für einzelne Gruppen und Härtefälle können abweichende Regeln gelten.
Antrag vollständig vorbereiten
Der Berliner Online-Antrag ist umfangreich. Welche Nachweise erforderlich sind, hängt stark von Beschäftigung, Selbständigkeit, Ausbildung, Leistungsbezug und Familienkonstellation ab.
Aufenthaltsdauer und anrechenbare Zeiten
Ob die erforderliche Aufenthaltszeit erfüllt ist, hängt vom rechtmäßigen gewöhnlichen Aufenthalt und möglichen Unterbrechungen ab. Frühere Aufenthaltszwecke, längere Auslandszeiten und Identitätsfragen können die Berechnung beeinflussen.
Lebensunterhalt und Ausnahmen
Grundsätzlich ist zu prüfen, ob der Lebensunterhalt ohne bestimmte öffentliche Leistungen gesichert ist. Das Gesetz enthält differenzierte Ausnahmen und Härteregelungen. Eine pauschale Bewertung allein anhand eines Leistungsbezugs greift daher zu kurz.
Mehrstaatigkeit
Das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht verlangt grundsätzlich nicht mehr die Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit. Ob der Herkunftsstaat Mehrstaatigkeit akzeptiert oder eigene Folgen anordnet, richtet sich jedoch nach dessen Recht.
Vorstrafen und laufende Verfahren
Strafrechtliche Verurteilungen und laufende Ermittlungen können das Einbürgerungsverfahren beeinflussen oder zu einer Aussetzung führen. Auch geringe Sanktionen sollten im Antrag vollständig und korrekt behandelt werden.
Wenn die Entscheidung ausbleibt
Bei langen Bearbeitungszeiten sollte zunächst der Antragseingang, Verfahrensstand und die Vollständigkeit der Unterlagen geklärt werden. Anschließend kann geprüft werden, ob weitere rechtliche Schritte angezeigt sind.